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Abführmittel
Die natürliche Abführmittel für den Hund sind: Euter, Lunge, und rohe Leber.
Ablegen
Erziehung zum Platznehmen und Platzhalten im Haus und an jeder beliebigen Stelle im Freien. Hund darf seinen Platz nur auf ausdrücklichen Befehl des HF (Hundeführers) verlassen. Grundlage für angenehmes Halten im Haus und im Freien und für weitere Erziehungsaufgaben.
Ableinen
Den Hund von der Leine lösen.
Abpfeifen
Rufen des Hundes durch besonderen Pfiff, z.B. mit der Hunde-Pfeife.
Abrufen
Hund durch Zuruf, Pfiff oder Sichtzeichen zur Rückkehr auffordern; besonders wichtige Gehorsamsübung.
Abzahnen
Der Junghund wechselt in der Regel zwischen dem 4. und 7. Monat das Milchgebiss; in dieser Zeit braucht er kalkreiche Nahrung. Etwa ab den 9. Monat ist das bleibende Gebiss fertig ausgebildet.
Abzeichen
Kleine, sich von der Grundfarbe des Hundes abhebende Teile des Deckhaares (Berner Sennenhund, Beagle).
Adipositas
Unter Adipositas versteht man eine generalisierte Vermehrung des Fettgewebes infolge positiver Energiebilanz. Mögliche Ursachen: übermässige Nahrungsaufnahme als psychosomatisches Symptom, Stoffwechselerkrankungen (CUSHING-Syndrom) Bei übermäßiger Zufuhr von Nahrungsfett u. Fettsäuren kommt es zu Leberzellverfettung, Fettleber sowie sekundären Fettstoffwechselstörungen, Herzinsuffizienz.
Afterklaue, Afterkralle, Afterzehe (Wolfskralle)
Bei einigen Hunderassen an der Innerseite der Hinterläufe wachsender Daumen. Afterkrallen sind häufig verkümmert. In der Regel werden sie bereits im Welpenalter entfernt, da eine latente Verletzungsgefahr besteht, wenn der Hund mit der Afterklaue im Gebüsch hängen bleibt. Bei manchen Rassen gehört die Afterkralle zum Zuchtstandard, sie wird bei diesen Rassen normalerweise nicht entfernt (z.B. Pyrenäenberghund).
Aggression
ist eine Sammelbezeichnung für alle Elemente des Angriffs-, Verteidigungs- und Drohverhaltens. Es werden damit eine Vielzahl von Verhaltensweisen unterschiedlicher Bedeutung und Verursachung zusammengefasst. Aggression kann zwischen Artgenossen oder zwischen Angehörigen verschiedener Arten auftreten.
Aggressivität
bedeutet die Bereitschaft zur gegnerischen Auseinandersetzung. Aggressivität ist viel ursächlich und entspringt nicht einem gemeinsamen Trieb, wie ehemals angenommen wurde.
Agility
Agility (engl. Beweglichkeit) ist ein Geschicklichkeitssport, bei dem der Hund eine Reihe von Hindernissen in möglichst kurzer Zeit überwinden muss. (Hürden, Tunnel, Kletterwände, Wippe etc.)
Agonistisches Verhalten
Agonistisches Verhalten steht als übergriff für sämtliche Verhaltensweisen, welche mit kämpferischen Auseinandersetzungen zwischen Individuum in Zusammenhang stehen. Es umfasst dabei sowohl Angriffsverhalten als auch Fluchtverhalten, bezieht also aggressive und defensive Verhaltensweisen ein (Annähern, Imponieren, Drohen, Angreifen, Abwehren, Beschwichtigen, Unterwerfen, Fliehen). Dem agonistischen Verhalten liegen lebensnotwendige Ansprüche hinsichtlich Raum, Nahrung, Fortpflanzungspartnern, Betreuung von Nachkommen zu Grunde.
Ahnentafel
Gilt in Mitgliedsländern des internationalen Dachverbandes der Hundezüchter und -besitzer F.C.I. (Fédération Cynologique Internationale) als offizieller Abstammungsnachweis des Rassehunds. Sie muss auf vorgedrucktem Formblatt erfolgen und vom Zuchtbuchführer und vom Züchter unterschrieben werden.
Ahnenverlust
Vererbbare Eigenschaften, die aber nach zwei oder mehreren Generationen nicht mehr auftreten und der Zuchtlinie verloren gehen.
Albinismus (Albino)
Durch Mangel von Farbpigmenten nahezu weisse Tier, dessen Augen rötlich erscheinen.
Alpha Tiere
Viele Wirbeltiergesellschaften weisen eine soziale Hierarchie, eine so genannte Rangordnungsstruktur auf. Im extremen Fall ist dabei der ganze Verband durchstrukturiert und jedes Tier hat einen festen sozialen Status. An der Spitze der Hierarchie steht das Alpha Tier. Auch in Wolfsrudeln existiert eine Rangordnungsstruktur mit einem weiblichen und männlichen Alpha-Tier an der Spitze. Leben mehrere Hunde zusammen, entwickelt sich ebenfalls eine Rangordnung. Sie ist meistens nicht so fest gefügt wie beim Wolf. Im Sozialverband von Mensch und Hund sollte unbedingt der Mensch die Rolle des Alpha-Tiers einnehmen.
Analdrüsen
Die Analdrüsen befinden sich neben der Afteröffnung des Hundes. Sie produzieren eine stark riechende, schwarze Paste die mit Kot zusammen abgesetzt wird. Der Geruch diese Analdrüsensekretes ist im gesamten Revier des Hundes vorhanden und identifiziert den Hund einem fremden Hund gegenüber als Revierinhaber.
Analgesicht
Durch Absonderungen der Analdrüse ergibt sich eine individuelle Duftvisitenkarte im Analbereich des Hundes.
Analkontrolle
Begrüssungsritual zwischen Hunden. Durch gegenseitiges Präsentieren und ausgiebiges Beschnüffeln der Analregion wird der fremde Hund "erforsch".
Androgene
Sammelbezeichnung für die im Hoden und Nebennieren produzierten männlichen Sexualhormone (C19-Steroidhormone, Testosteron).
Angeborenes Verhalten
Als angeborenes Verhalten bezeichnet man diejenigen Verhaltensweisen, welche nicht erlernt oder durch Lernprozesse abgeändert sind (z.B.. Saugbewegungen eines Welpen). Angeborene Verhaltensweisen sind zwar in den Erbanlagen vorgegeben, benötigen für Ihre Entfaltung jedoch die Wirkung von Umweltreizen. Der Begriff besagt also nicht, das die Umwelt an der Ausbildung eines solchen Merkmals keinen Anteil hat. Vielmehr entwickeln sich auch angeborene Verhaltensmerkmale in einem ständigen Wechselspiel zwischen Erbgut und Umwelt. Angeborene Verhaltensweisen können durch Lernen präzisiert oder mit anderen erlernten Verhaltensweisen gekoppelt werden (z.B. Fortbewegung auf unterschiedlicher Bodenstrukturen). Hier werden die angeborenen Verhaltensanteile also durch Lernvorgänge sozusagen vervollständigt und erweitert.
Angstbeisser
Als Angstbeisser wird ein Hund bezeichnet, der aus Angst zubeisst, also aggressives Verhalten auf Grund einer für ihn gefahrvoll erscheinenden Situation zeigt. Das ist im Grunde genommen völlig natürlich. Das Problem besteht im Allgemeinen vielmehr darin, das dem Hund meistens in seiner Welpenzeit nicht die Möglichkeit gegeben wurde (soziale) Erfahrungen zu sammeln und seine natürliche Angst vor Unbekanntem zu bewältigen.
Ankörung
Ein angekörter Hund ist ein Zuchthund, der als besonders wertvoll für die Verbreitung seiner Rasse angesehen wird.
Ansetzen
Den Hund auf eine Spur setzen.
Anthropomorphismus (Vermenschlichungstendenz)
Übertragung menschlicher Eigenschaften auf Tiere. Das Verhalten von Tieren, insbesondere das höherer Säugetiere, verleitet gerade bei engem Zusammenleben zu solchen Übertragungen. Dabei erden den Tieren Verhaltenseigenschaften zugesprochen, die höheres Bewusstsein oder sogar Einsicht voraussetzen. Diese weit verbreitete Tendenz verhindert die artgerechte Haltung von Tieren in Menschenobhut und sorgt häufig für Missverständnisse.
Antrieb
Die Bereitschaft eines Lebewesens zur Ausführung einer bestimmten Handlung, sie wird von einer Vielzahl innerer und äusserer Faktoren bestimmt, Etwa bedeutungsgleich finden die Begriffe Motivation und Handlungsbereitschaft Anwendung.
Apfelkopf
Apfelförmige Kopfform bei einigen Zwerghunderassen (z.B. Chihuahua).
Apportieren
(lat., herbeitragen) Heranbringen eines Gegenstandes auf Befehl. Der neben dem HF frei sitzende Hund muss auf dessen Verlangen, in schneller Gangart, auf den mindestens 6m geradeaus fortgeworfenen, vom HF selbstgewählten Gegenstand zulaufen, diesen sofort aufnehmen, dem HF in schnellen Gangart auf dem kürzesten Weg bringen, sich vor dem HF hinsetzen, den Gegenstand ausgeben und sich nachher wieder an den linken Fuss des HF setzen.
Apportierholz
Ein Stück Holz, mit dem der Hund das Apportieren lernt.
Askariden
Weissliche Würmer mit einer Länge bis zu 20 cm.
Beim Welpen kann die Übertragung durch ihre Mutter während der Trächtigkeit erfolgen. Bei starkem Wurmbefall kann es beim Welpen zu Wachstumsstörungen oder Gewichtsverlust kommen. Durch eine Behandlung mit einem geeigneten Mittel wird der Welpe entwurmt.
Ihr Tierarzt nennt Ihnen das geeignete Mittel und die zu verabreichende Menge für Ihren Hund.
Atavismus (Rückschlag)
Auftreten von Körper- oder Verhaltenmerkmalen der Ahnenform. Mischlinge können charakterliche oder körperliche Eigenschaften zeigen, die bei keinen Elternteil vorhanden waren und auf eine frühere Generation zurückgehen.
Aufreiten
Bespringen des Sexualpartners, unter gleichgeschlechtlichen Tieren häufig auch Dominanzgeste oder Frustrationsgeste.
Ausarbeiten
Erfolgreiches Verfolgen einer Spur durch den Hund.
Ausbildung
Richtet sich nach der Rasse und den Wünschen des Besitzers. Sie muss konsequent nach den erarbeiteten, in vielen Fachbüchern niedergelegten Erfahrungen durchgeführt werden und hat zum Ziel, dem Besitzer einen wohlerzogenen Kameraden und zuverlässigen Gefährten zu geben.
Ausdrucksmittel
Kampfbereitschaft wird angezeigt durch Zähnefletschen, Hochziehen der Lefzen, Spitzen der Ohren oder Aufstellen der Rute. Angst zeigt sich durch Einziehen der Rute unter den Bauch oder Zurücklegen der Ohren. Unterwerfung wird angedeutet durch das liegen auf dem Rücken. Das Wedeln mit der Rute zeigt Freude und Freundlichkeit.
Auslassen
Der Hund muss von klein auf an gewöhnt werden, Gegenstände, die er im Fang hält, auf Befehl des Herrn freizugeben.
Auslöser
Sammelbezeichnung für alle eine Reaktion des Tieres auslösenden Reize. Dies können Verhaltensäusserungen, Körpermerkmale, Sicht- und Lautzeichen sein.
Aussenlinie
Schattenriss des Hundes. Er dient unter anderen zur Beurteilung der Schönheit bei Zuchtschauen.
Ausstellungswesen
In einer Hundeausstellung werden die Hunde auf einem geräumigen Platz (dem Ring) zusammen mit gleichgeschlechtlichen Tieren ihrer Rasse einem Richter zur Beurteilung vorgeführt. Die Hunde werden vorgestellt nach Rassen getrennt, und nach Altersstufe.



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